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2Januar 2019

Zeitungsbericht über unseren Verein

Anbei ein aktueller Zeitungsbericht der Rheinischen Post über unseren Verein. Ein dankeschön an die Rheinische Post und Frau SILVIA RUF-STANLEY.
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Seit 2005 engagieren sich Inge und Olaf Michels für benachteiligte Kinder im Township Kleinkrantz in Südafrika.

Von SILVIA RUF-STANLEY

KEMPEN | Die Wintermonate verbringt das Kempener Ehepaar Inge und Olaf Michels seit einigen Jahren in Südafrika. Nein, nicht um sich unter afrikanischer Sonne zu erholen, sondern um tatkräftig zu helfen. Gerade haben sie mit den Kindern im Kindergarten und der Betreuungsgruppe, die sich nach der Schule im Haus des Vereins „Ein Regenbogen für Afrika“ im Township Kleinkrantz trifft, Weihnachten gefeiert. Kleinkrantz liegt etwa zehn Kilometer von Wilderness entfernt, an der Gardenroute, am indischen Ozean. Die Gardenroute erstreckt sich von Mosselbay bis nach Port Elisabeth.

2005 erlebten das Ehepaar Michels und die Erzieherin Walburga Schumachers bei ihrem Besuch in dem Township katastrophale Lebensumstände der Kinder. Sie erfuhren keinerlei Unterstützung von ihren Familien, geschweige denn familiären Halt, manche von ihnen waren Aids-Waisen. Den meisten Kindern fehlte jedes Selbstwertgefühl. Zurück in Kempen gründeten damals die drei den Verein „Ein Regenbogen für Afrika”. Dieser hat es sich zur Aufgabe gemacht, benachteiligten Kindern in Südafrika zu helfen. Geachtet wird vom Kempener Hilfsverein vor allem darauf, dass die Kinder in ihrer Umgebung und von einheimischen Fachkräften unterrichtet und betreut werden. Inzwischen sind die Kinder von einem alten Holzhaus in ein Steinhaus umgezogen, wo sie unter wesentlich besseren Umständen ihre Kindergarten- und Vorschulzeit verbringen können.

Die Kindergartenkinder werden ganztägig betreut und erhalten auch ihre Mahlzeiten im Kindergarten. In einer Vorschulgruppe werden die Älteren auf die Schule vorbereitet. Inzwischen können die Initiatoren stolz darauf verweisen, dass die ehemaligen Kindergartenkinder und die Kinder, die an der nachschulischen Betreuung teilnehmen, durch die gezielte Förderung in der Schule deutlich bessere Noten als andere Kinder erreichen. Zur Zeit werden jeweils 30 Kinder im Kindergarten und in der Betreuung aufgenommen. Zu diesem Zweck übernimmt der Kempener Verein sämtliche Kosten für Materialien, die zur Förderung benötigt werden. So werden für die Kinder zu Beginn sämtliche Kosten für die nötige Ausstattung übernommen.

Dazu gehören auch die Schuluniform und Schuhe, die sich ihre Eltern nicht leisten können. Ebenso werden die Mitarbeiter des Kindergartens sowie Betreuer bezahlt. Damit die Kinder sich auch außerhalb der schulischen Förderung sinnvoll betätigen können, werden Sport-Aktivitäten oder Ausflüge organisiert. Letzteres allerdings derzeit weniger, da es dem Verein aufgrund zurückgehender Spenden und auch schwieriger Währungsverhältnisse materiell nicht so gut geht. Trotzdem ist es mit viel Eigenarbeit gelungen, in diesem Jahr im Haus des Vereins eine neue Küche einzubauen. Da war es sehr gut, dass Olaf Michels viel Erfahrung und vor allem Tatkraft beisteuern konnte. Nun sind die Betreuerinnen ganz stolz darauf, dass sie in einer großen, relativ modernen Küche das Essen für die Kinder zubereiten können. Aber es ginge ja nicht nur um das Essen und die gute Betreuung und Förderung, betont das Ehepaar Michels. Es gilt auch, den Kindern kleine Freuden zu ermöglichen. So gibt es zu Weihnachten immer kleine Geschenke für die Kinder. Das sind teils rein praktische Dinge wie warme Mützen für die kalte Jahreszeit oder eine Ausstattung für sportliche Aktivitäten.

Dafür sammelt der Verein immer wieder Sachspenden, die die Michels dann von Kempen aus mitnehmen. Weil Geschenkpapier in Südafrika nicht nur teuer ist, sondern auch ständig reißt, kam Olaf Michels vor ein paar Jahren auf die gute Idee, einfache Supermarktpapptüten zu sammeln und sie von den Kindern bemalen zu lassen. In die steckt dann das niederrheinische Christkind die guten Gaben.

Wichtig ist auch die medizinische Betreuung der Kinder. Da Eltern sich oft keinen Arzt leisten können, kommt einmal im Monat ein Mediziner vom nahe gelegenen Krankenhaus, der die Kinder untersucht. Seit 2007 gibt es diese Hausbesuche. Und sie zeigen Erfolge. So sei zum Beispiel kein Kind mehr an Tuberkulose erkrankt, erzählt das Kemperner Ehepaar stolz. Mittlerweile gibt es auch Volontäre aus Deutschland, die in jedem Jahr für sechs Monate anreisen, um die ehrenamtliche Arbeit vor Ort zu unterstützen.

Nähere Informationen zum Verein sowie seinen Aktivitäten findet man auch im Internet unter www.ein-regenbogen-fuer-afrika.de.

BY Joerg Holm 0 Read More